1. Juli 2013

1. Juli

2008 (Dienstag): Nach dem Spiel ist vor dem Spiel

So da bin ich nun und bin da um den lang erwarteten Text ueber gestern zu schreiben. Aber irgendwie ist mir nicht danach einen langen Text zu schreiben. Also der erste Flug nach Berlin war chillig und es gab auch eine Laugenstange umsonst mit einer Cola. In Berlin habe ich mir ein Omlett bestellt was sogar lecker war. In Berlin mussten wir (also ich und mein Bruder) ca 90 Minuten auf den nächsten Flug warten. Der zweite Flug nach Stockholm war auch in Ordnung, diesmal gab es ein Wurstsandwich mit Orangensaft umsonst. Zwischendurch haben die sogar einen Goofy Cartoon gezeigt. Am Flughafen wurden wir von meinem Vater empfangen und es ging erst mit Bus, dann mit Zug und dann wieder mit Bus nach Hause. Dort haben wir erstmal gegessen und gelabert, später dann Counter Strike gezockt (wir haben hier jeder einen PC) und dann noch Playstation. Es ist verdammt toll wieder hier zu sein. Das hab ich echt vermisst. Alle 30 Minuten wird das nächste Bier aufgemacht. Ueber den ganzen Tag ist das voll chillig, so ein Bier oder zwei oder drei oder mehr. Mein Vater hat mir grad gezeigt was er seit dem letzen Jahr alles an Chillout runtergeladen hat. 3GB (fast 500 Lieder). Sau geil, die brenn ich mir erstmal alle. So und nun kurz was zum Finale. Deutschland - Spanien 0:1. Deutschland hat verdient verkackt und Spanien war einfach ganz klar die bessere Mannschaft, auch im ganzen Turnier. War mit das beste Finale was ich je gesehen habe, die Spanier haben echt geil gespielt. Die EM ist leider vorbei und nun muss man wieder 2 Jahre warten bis das nächste grosse Turnier anfängt. Whatever. Hier die entgueltige Tabelle unseres Tippspiels. Bitter fuer alle irgendwie, besonders fuer mich. Fucking van Holland.

  1. van Holland (67 Cent) [GER 1:2 ESP 4 Cent]

  2. Person 4 (43,1 Cent) [GER ?:? ESP 0 Cent]

  3. David Hasselhoff (41,1 Cent) [GER 2:1 ESP 0 Cent]

  4. Gavin Froome (32,6 Cent) [GER 2:2 ESP 0 Cent]

Ich sitz hier grad mit einer Dose Becks (verdammt lecker das Zeug, besser als aus der Flasche) und Schokolade und lass es mir gutgehen. Mein Vater hat mir grad eine Unterhose gegeben die ich letzes Jahr hier vergessen habe. Yeah! Egal, jetzt bleib ich hier erstmal einen Monat. There is a party going on in Swedens pants, and YOU are invited!
//Gavin Froome//


Grizzly Man
 
2 Posts an einem Tag sind ja eigentlich nicht ganz mein Ding, aber irgendwie muss ich jetzt was schreiben. Wir haben grad einen Film geguckt. Grizzly Man. Das ist eine Dokumentation. Es geht um einen Mann namens Timothy Treadwell der besessen von der Natur war, vor allem von Bären. Er hat 13 Sommer in der Natur verbracht, um wie er es sagt to protect the bears. Die letzten 5 Jahre hat er mit einer Kamera dokumentiert. Ueber 100 Stunden hat er gefilmt. Im Jahre 2003 kam er ums Leben. Ein Bär tötete ihn und seine Freundin, und frass beide auf. Später wurde der Bär erschossen und man entdeckte die Reste von Timothy. Die Kamera war an als sie getöten wurden. Die Linse war aber verdeckt, sodass man nur hören konnte was abging. Nach 6 Minuten war das Band zuende. Mich hat der Film ziemlich nachdenklich gemacht. Dieser Typ war total bescheuert, aber es fasziniert einen doch irgendwie. Schwer zu beschreiben. Die Doku ist verdammt gut gemacht, und ich werde sie mir sicher noch einmal ansehen, irgendwann. Falls es wen interessiert kann man ja bei Google oder sonstwo nach der Sache suchen, ist echt interessant. Den Film kann ich jedem empfehlen, der ist echt richtig verdammt gut. Dieses Nachdenklich sein...ich liebe es. Nach einem guten Film oder meinetwegen auch nach einem Buch...es ist einfach einmalig. Man hat etwas womit man sich beschäftigen kann. Es wird Zeit fuer ein Bier.
//Gavin Froome//

EDIT 23:13Uhr: Hier noch eine gute Amazon-Rezension, falls es wen interessiert.

Von einem, der auszog, ein Bär zu sein ...
"Grizzly Man" ist eine Dokumentation über Timothy Treadwell, den selbsternannten Beschützer der Grizzlys Alaskas. 13 Sommer lang lebte er unter wilden Bären und machte dabei einzigartige Aufnahmen. Dieses vielstündige Rohmaterial verdichtete Werner Herzog zu einem packenden Nachruf über einen Mann, der auszog, ein Bär zu werden und letztlich seine grenzenlose Naivität mit dem Leben bezahlte.


Wer Herzogs Stil kennt, weiß dass der Zuschauer hier keinen gewöhnlichen Tierfilm erwarten kann. Herzogs verfolgt in seinen Dokumentationen stets sein Konzept der "ekstatischen Wirklichkeit". So versucht er nicht die Illusion einer echten Realität zu erzeugen, sondern inszeniert die Wirklichkeit seiner künstlerischen Intention entsprechend. Scheinbar zufällige Begegnungen sind vorausgeplant, "spontane" Dialoge wurden zuvor einstudiert. Diese Methode birgt aber die Gefahr, dass die Persönlichkeit des Regisseurs Herzog sich vor das dargestellte Thema schiebt. Besonders unangenehm viel mir dies zum Beispiel bei "Rad der Zeit" auf. Herzog ertränkte hier seine an sich für sich selbst stehenden Bilder, in einem penetrant esoterisch verklärten Kommentar. Im Falle von "Grizzly Man" nahm er sich zum Glück vergleichsweise zurück und überließ, mit wenigen Ausnahmen, dem exzentrischen Ego Timothy Treadwells die Bühne.

Die Dokumentation glänzt mit wunderschönen Aufnahmen von der Wildnis Alaskas und den Grizzlys die dort leben. Höhepunkte sind hier zum Beispiel der Kampf zweier Grizzlymännchen und die fast kitschige Begegnung mit einer Fuchsfamilie. Doch im eigentlichen Mittelpunkt des Films steht die schwierige zerrissene Persönlichkeit Treadwells. Treadwell, ein gescheiterter Schauspieler und Alkoholiker, floh vor den eigenen inneren Dämonen und suchte Frieden in der Wildnis Alaskas. Dort erschuf er sich neu, inszenierte sich als Beschützer der wilden Grizzlybären. Er glaubte einen Kampf mit einem unsichtbaren Feind zu führen, Trophäenjäger die das Leben seiner Schützlinge bedrohten. Schließlich steigerte sich diese Vorstellung zu einer regelrechten Paranoia und er fühlte sich ständig von Wilderern verfolgt. Doch schnell wird dem Zuschauer klar, nicht Treadwell rettete den Bären das Leben, sie brauchten seine Hilfe zu keinem Zeitpunkt, sondern sie retteten ihn, gaben ihm einen neuen Lebenssinn.
Treadwell offenbart in einigen Szenen sein äußerst kindliches Verhältnis zur Natur. So ist es geradezu grotesk wie er den Tod eines Fuchsjungen und einer Hummel betrauert oder frischen Bärenkot liebevoll betastet. Hier zeigt sich, dass er im Grunde für ein Leben in der Wildnis absolut ungeeignet war. Die Natur ist weder sentimental noch romantisch und der Tod ist die einzige Gewissheit.
Mit welch ausgeprägter Naivität Treadwell den Bären begegnete, ist für jeden, der um die Gefährlichkeit dieser Tiere weiß, geradezu erschütternd. Grizzlybären sind keine edlen und berechenbaren Tiere, denen man sich gefahrlos nähern könnte. Es sind Raubtiere mit einem starken Tötungstrieb und der Mensch passt genau in ihr Beuteschema.

Nicht zuletzt spielt "Grizzly Man" mit der makaberen Schaulust des Zuschauers, ist fast eine Art realer Horrorfilm. Das ominöse Audiotape kriecht in das Bewusstsein und eine kranke Stimme flüstert im Hinterkopf: "Ich möchte dieses Tonband hören." Doch zum Glück bleibt dies dem Zuschauer erspart. Die Berichte von Augenzeugen, die voyeuristische Ausmahlung der Details reichen, um dem Betrachter Schauer über den Rücken zu jagen. "Grizzly Man" ist letztlich eine Warnung wilde Tiere nicht zu vermenschlichen. Treadwell hat, wie es ein Indianer im Film ausdrückte, eine unsichtbare Grenzlinie zwischen Tier und Mensch überschritten. Das Ende Treadwells erscheint demnach fast konsequent.

Zur DVD: Die Bildqualität ist für eine Dokumentation angemessen. Die DVD besitzt eine englische und eine deutsche Tonspur (Dolby Digital 5.1). Der deutsche Untertitel ist jederzeit frei zuschaltbar. An Extras hat der Film (außer den üblichen Trailern) leider nichts weiter zu bieten. Eine für einen Dokumentarfilm insgesamt gute DVD Umsetzung.

Fazit: "Grizzly Man" ist kein Tierfilm, sondern ein erschütterndes Psychogramm über einen Mann, der sein Leben in den Dienst des Schutzes der Grizzlybären stellte und auf seinem Kreuzzug scheinbar sinnlos starb. Die Dokumentation spielt (ob nun bewusst oder unbewusst) mit der dunklen Urangst des Menschen vom Jäger zum Gejagten zu werden. Denn in der Wildnis Alaskas steht nicht der Mensch an der Spitze der Nahrungskette. Ein Film der nicht unbedingt für Bärenfreunde, sondern eher für Taucher in den Abgründen der menschlichen Seele geeignet ist. Von mir gibt es eine uneingeschränkte Kaufempfehlung.


2009 (Mittwoch): Der Post ohne Überschrift hat doch eine

Die Schule hat es tatsächlich geschafft mich am letzten Tag aufzuregen. Wir haben alle auf unser Latinum gewartet worfür wir 4 Jahre lang Latein gehabt haben. Kriegen keins. Warum? Wusste keiner, also ab nach oben. Dort heißt es, wir kriegen es mit dem Abiturzeugnis. Ich mach aber kein Abi. Lange Rede, kurzer Sinn, ich krieg mein Latinum erst in 3 Jahren. Ja genau, in 3 Jahren. Wenn meine Ausbildung abgeschlossen ist. Das ist doch krank. KRANK. Zur Hölle, krieg ich mein Latinum erst 7 Jahre nachdem ich damit angefangen hab? Wozu hab ich das dann gemacht? Was bringt mir das in 3 Jahren? Dann werd ich da nichtmal dran denken. Und ich werd ganz bestimmt nicht einen Fuß in die Schule setzen um mein Latinum abzugholen...mit 21 Jahren. Vollidioten, ich bin so froh dass ich von dieser Schule bin. 8 Jahre für den Arsch. Acht verdammte Jahre. Alle die noch ein Jahr machen müssen tun mir leid, aber sowas von. Oh hab den Post total vergessen, es ist schon 15:07Uhr. Also irgendwas neues? Heute Abend treffen wir uns nochmal. Und Stidos hat einfach irgendwelche anderen eingeladen (den besoffenen Messias z.B.). Naja wenn es sein muss. Person 4 ist inzwischen ab zur Bundeswehr. Viel spaß dort, wir freuen uns wenn du wieder da bist. Und heute ist für mich die letzte Möglichkeit die anderen nochmal zu sehen. Ich wünschte eine gewisse Person würde mich mal kontaktieren bevor ich fahre. Naja...
//Gavin Froome//


2010 (Donnerstag): Inventur

Ich bin schon ernsthaft am überlegen ob ich es sein lassen sollte. Fast 3 Jahre lang mach ich das hier täglich und ich hab echt kein bock mehr. Mal gucken.
//Gavin Froome//


2011 (Freitag): Inventur in der Kreisstadt

Heute war dann Inventur, sowohl in der Firma als auch im Laden. Bin mit Azubinen in die Kreisstadt gefahren, bewaffnet mit 3 Scannern. Endlich wird bei uns die Inventur nicht mehr handschriftlich gemacht, sondern elektronisch. Man hat mir also quasi die Ware vor den Scanner gehalten und ich musste nur noch abdrücken und die Anzahl eingeben. Anstatt den ganzen Tag hat es nur 2 Stunden gedauert. Unglaublich was Technik möglich macht. Da ich gestern 11,5 Stunden gearbeitet hab, feier ich heute 3,5 Stunden ab. Ich hab jetzt seit 13:30Uhr feierabend. Sehr geil. Gleich fahr ich zu Tawi rüber und dann bereiten wir den Grillabend vor. Hauptsache das Wetter bleibt so geil. Auf wetter.com steht dass es heute den ganzen Tag regnen soll, so immer mal wieder. Ich hab davon noch nichts gesehen.
//Gavin Froome//


2012 (Sonntag): Analraupe

Gestern war ein richtig richtig richtig geiler Abend. Bin erst mit Master und 2 anderen Arbeitskollegen mit Zug zum Ort gefahren wo wir die anderen getroffen haben. Insgesamt waren wir 11 Leute, so viele waren wir noch nie. War ja auch das letzte Azubi Treffen an dem ich dabei war. Waren erst sau lange im Extrablatt, haben gegessen und vor allem getrunken. Es war sau warm da drin und es hat jedes Mal ewig gedauert bis man irgendwas bekommen hat. Der Azubi der grad bei mir im Büro ist und ich haben uns die ganze Zeit per Whatsapp beleidigt. Meiner Meinung nach habe ich gewonnen:

Er: Spacken
Ich: Arschkopf
Er: Homofürst
Ich: Hodenkobold
Er: Boah ich kann dich überhaupt nicht leiden!!!
Ich: Evolutionsbremse
Er: Honigkuchenpferd...apfel
Ich: Penisprotese
Er: Rotzlöffel
Ich: Fotzenknecht
Er: Hohlnus
Ich: Walross
Er: Jesus am Kreuz!
Ich: Standgebläse
Er: Hosenscheißer
Ich: 8==(Hand)==D (Spritzer auf ein Gesicht) - Du wurstest gerade angewixxt!
Er: Pikachu: Donnerblitz! Boooom...aaaaah....tot!
Ich: Bückstück
Er: Rosa Plüsch-Dildo
Ich: Analraupe
Er: (K)analratte
Ich: Mösensaft
Er: Nachgeburt
Ich: Wurstwassertrinker
Er: Boah...Folkloresänger
Ich: Deine Mudda
Er: Dein Vadder
Ich: Fickschnitzel
Er: Bierhalsrektaleinführer
Ich: Klötengeschwür

War sehr amüsant. Dann sind wir irgendwann weiter gezogen in eine Rockkneipe. Die war so dermaßen scheiße dass wir nach 5 Minuten wieder abgehauen sind. Gott sei dank. Danach sind wir in eine extrem leere Disco gegangen...und das war so richtig geil. Wurde irgendwann etwas voller, aber das war der beste Disco Besuch seit...keine Ahnung wann. Wenn man einen Cocktail bestellt hat bekam man gleich zwei. Das allerbeste war die Musik. Wir waren 3 oder 4 Stunden da und es lief wirklich durchgehend nur gute Musik. Vielleicht waren da 2 oder 3 Lieder bei die ich nicht mochte, aber insgesamt war ich schwer begeistert. Haben auch fast die ganze Zeit abgedanced. Das macht mir richtig spaß, nur leider finde ich sonst so gut wie nie jemanden der tanzen geht, und wenn dann stehen sie meistens nur doof rum. Gestern sind alle gut abgegangen. Ab halb 2 waren wir noch zu fünft und das hat trotzdem noch mega gebockt. Irgendwann sind wir aber auch abgehauen. Ich hätte zwar noch lange gekonnt, aber was will man machen. Irgendwann nach 3 wurden Anella und ich abgeholt und ich war so gegen halb 4 zu Hause. Echt schade dass es das letzte Azubi Treffen für mich war. Sonst fand ich die Treffen meistens nicht ganz so geil, aber gestern war Bombe. Wir haben uns vorgenommen dass wir uns in Zukunft trotzdem noch treffen werden. Finde ich gut. Und dann am besten wieder dahin wo wir gestern waren. Eine Schande dass ich noch nie in der Stadt feiern war. Eintritt war auch nur 3,00 Euro. Heute treffe ich mich erst irgendwann mit P-Rex zum Eis essen und danach geht es zum Gastgeber eine Runde grillen und Fußball gucken. Heute ist endlich das Finale. Da bin ich echt gespannt drauf. Nur schade dass die EM danach wieder vorbei ist. Dann ist das Wochenende auch wieder vorbei. War bisher echt das beste Wochenende seit langem. Noch eine Woche arbeiten, dann hab ich endlich Urlaub. Den brauche ich auch. Hab jetzt wieder ein halbes Jahr keinen Urlaub gehabt...und das war die anstrengendste Zeit die ich je durchgemacht habe. Die scheiß Vorbereitungskurse 3 Mal in der Woche über 2 Monate lang, dann die Trennung und der ganze Scheiß der da passiert ist und dann meine Abschlussprüfungen. Ich denke nicht gern an die erste Hälfte dieses Jahres zurück. Heute ist der 1. Juli und die zweite Hälfte des Jahres fängt an. Es kann nur besser werden. Immerhin fängt es ja gut an mit 3 Wochen Urlaub und dem Umzug der danach ansteht. Jetzt werde ich erstmal ein paar Let's Plays bearbeiten.
//Gavin Froome//